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Die Geschichte des Fußballspiels in Bürs

Für den Fussball hat es in Bürs schon recht früh große Begeisterung gegeben. Obwohl in gewissen Kreisen das Fußballspiel noch eher verpönt war, stellte die Gemeinde dem FC Bludenz im Bremschl pachtweise einen Fußballplatz zur Verfügung. Wenig Verständnis muss damals im Telegraphenamt für den Fußballsport geherrscht haben, als mitten auf dem Spielfeld ein Telegraphenmast erstellt wurde, der aber den Spielbetrieb nicht hindern konnte.

Erste Vereinsgründung
Aus den Aufzeichnungen des Vorarlberger Fußballverbandes geht hervor, dass 1922/23, also schon im 3. Verbandsjahr, ein FC Bürs dem Verband beigetreten ist. Der FC Bürs war demnach unter den ersten 15 Verbandsmitgliedern und nahm 1923/24 und 1924/25 an der Meisterschaft in der Klasse C - Oberland teil. Obmann und „Sponsor" dieses Vereins war Baumeister Anton Espen, sein Stellvertreter war Pepi Schnetzer.

gs3.jpgDa in Bürs eine ausgezeichnete Kameradschaft herrschte, guter Fußball gespielt wurde und der Obmann gleichzeitig auch ein großer Gönner war, spielten auch viele Bludenzer in Bürs. Gespielt wurde auf dem Platz im Bremschl, den auch der FC Bludenz bis 1926 benützte. Da Bludenz mit der Pacht im Rückstand war, wurde auch den Bürsern das Bespielen des Platzes erlaubt, was mitunter zu handgreiflichen Auseinandersetzungen geführt haben soll.

Es wird weiter Fußball gespielt
Immer wieder spielten talentierte Bürser beim benachbarten FC Bludenz und waren dort echte Verstärkungen. Ihre Grundschule aber hatten sie sich auf verschiedenen Bürser Plätzen geholt, wo immer wieder begeistert „tschuttnat" wurde. Auf dem Schafplatz, in der Außerau, auf den Langen Böden und an verschiedenen anderen Plätzen waren in der Zwischenkriegszeit die Treffpunkte der Fußballer.

gs1.jpgNach dem 2. Weltkrieg entstand der erste Fußballplatz ganz in der Nähe des früheren Spielfeldes in der Hinterburg, als die Franzosen kurzerhand in die Wiese Tore stellten und für die Besatzungssoldaten einen Sportplatz errichteten. Auf dem Platz entwickelte sich ein reger und regelmäßiger Spielbetrieb mit Mannschaften aus der Mokry und der Austraße in Bludenz, vor allem aber auch aus Nüziders, Nenzing, Schruns, Vandans und anderen Orten, aus denen meist bald Fußballvereine hervorgingen. Dass es damals zu keiner Vereinsgründung kam, lag einzig und allein daran, dass der Sportplatz in Bauplätze aufgeteilt und diese verkauft wurden, sodass die Bürser wieder ohne Fußballplatz dastanden.

gs2.jpgNach einem weiteren kurzen Provisorium in der Außerau nach der Auflösung der Landwirtschaft des Versorgungsheimes war eine Zeitlang kaum mehr Gelegenheit zum Fußballspielen, sodass bezeichnenderweise Spiele zwischen Ortsvereinen in Nüziders oder auf dem Untersteinplatz in Bludenz ausgetragen werden mussten. Dann aber wurde der Trainingsplatz in der Hinterburg bereitgestellt, der die Aufnahme des Spielbetriebes des neu gegründeten SK Bürs ermöglichte.


 
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